Legen Sie Ihr Schicksal nicht in fremde Hände

von syntra

‚Legen Sie Ihr Schicksal nicht in fremde Hände‘ – so der Titel des Vortrags, der am 09. Oktober 2019 zahlreiche Besucher in die Bonner Kameha zog. Syntra – Das Management-Netzwerk der Deutschen Telekom e.V., der VFF – Verband Fach- und Führungskräfte e.V., der VAA - Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V., das Führungskräfte-Institut (FKI) und der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) luden gemeinsam zu dieser Netzwerkveranstaltung ein, bei der es um das Thema ‚Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung‘ ging. Marc Lietzau, Fachanwalt für Familien- und Erbrecht aus Siegburg, empfahl ausdrücklich, mit diesen Vollmachten vorzusorgen. Wichtig dabei sei, dass man eine Person bzw. die Personen einsetze, zu denen man ‚blindes Vertrauen‘ habe. Der Referent, selbst kein Notar, riet zudem zu einer notariellen Beglaubigung und einer zusätzlichen Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Gerichte fragen im Falle eines schweren Unfalls zunächst bei diesem Register an, bevor sie einen fremden Bevollmächtigten bestimmen. Darüber hinaus, so lautete die Empfehlung des Rechtsanwalts, solle sich der Bevollmächtigende zum Zeitpunkt der Unterschrift von einem Arzt bescheinigen lassen, dass seine Geschäfts- und Testierfähigkeit gegeben ist. Weiter befürwortet Marc Lietzau, die Vollmacht bzw. Verfügung alle paar Jahre zu erneuern – auch für den Fall, dass die Bevollmächtigten die gleichen geblieben sind, da andernfalls die Gültigkeit angezweifelt werden könnte. Anhand seines eigens erstellten Vorsorgeformulars erklärte er sehr anschaulich, wie solch eine Vollmacht konkret auszusehen hat.

Durch zahlreiche Fragen ergab sich ein interaktiver Vortrag, und die ausführliche Frage-Antwort-Runde im Nachgang zeigte einmal mehr das große Interesse der Teilnehmenden.

Zurück