Bis 2029 erreichen weitere rund 6,4 Millionen Babyboomer die Regelaltersgrenze. Bildquelle: photosforyou / pixabay.com

Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand

Der Übergang der Babyboomer in den Ruhestand beschleunigt sich: Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft bezogen allein 2024 rund 1,1 Millionen Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen vorzeitig Rente. Damit ging bereits mehr als die Hälfte der Babyboomer, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben, früher in den Ruhestand.

Obwohl die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre angehoben wurde, steigt das tatsächliche Renteneintrittsalter deutlich langsamer. Gründe sind unter anderem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren sowie die seit 2023 geltende Möglichkeit, neben einer vorgezogenen Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen zu können.

Für Unternehmen verschärft diese Entwicklung den ohnehin zunehmenden Fach- und Führungskräftemangel. Gleichzeitig belastet der vorzeitige Renteneintritt die sozialen Sicherungssysteme und die öffentlichen Haushalte.

Die Alterssicherungskommission schlägt daher vor, die abschlagsfreie Frührente abzuschaffen und den frühestmöglichen Renteneintritt mit Abschlägen auf drei Jahre vor der Regelaltersgrenze zu begrenzen. Der Handlungsdruck ist hoch: Bis 2029 erreichen weitere rund 6,4 Millionen Babyboomer die Regelaltersgrenze.

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