Auch im Bereich der Führung wird Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Bildquelle: Rizve Joarder / pixabay.com

Wie KI Führung verändern wird – und was Führungskräfte jetzt tun sollten

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt in den kommenden Jahren grundlegend verändern – nicht nur durch die Automatisierung von Prozessen, sondern auch im Bereich der Führung. Während Unternehmen heute vor allem operative Anwendungsfälle erschließen, eröffnet KI zunehmend neue Möglichkeiten für eine wirksamere und individuellere Mitarbeiterführung.

Ein besonderer Mehrwert liegt in der personalisierten Kommunikation. KI kann Führungskräfte dabei unterstützen, Botschaften, Feedback und Motivationsimpulse gezielt auf unterschiedliche Persönlichkeiten, Werte und Bedürfnisse von Mitarbeitenden auszurichten. Dadurch lassen sich Engagement, Lernbereitschaft und Zusammenarbeit gezielter fördern.

Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI

Voraussetzung dafür sind wissenschaftlich fundierte Modelle sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen über Mitarbeitende. Gleichzeitig sollten Unternehmen den Einsatz von KI nicht dem individuellen Ermessen einzelner Führungskräfte überlassen, sondern klare strategische Leitlinien entwickeln, die Chancen und Risiken gleichermaßen berücksichtigen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob KI die Führung verändert, sondern wie Organisationen diese Entwicklung aktiv gestalten. Wer sich frühzeitig mit den Möglichkeiten und Grenzen von KI auseinandersetzt, schafft die Grundlage für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und erfolgreiche Führung in einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt.

Den ausführlichen Artikel von Dr. Eric Kearney, Professor für Führung, Organisation und Personal an der Universität Potsdam und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Führungskräfteverbands ULA, lesen Sie in der ULA-Jubiläumsausgabe.

Hören Sie hierzu auch in das Podcast-Interview unseres Partnerverbandes VFF mit Roland Angst, Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der Deutschen Telekom AG und Präsident unseres Dachverbands ULA – Deutscher Führungskräfteverband, hinein. Im Interview zeigt er auf, dass KI, sofern sie klug, transparent und wertebasiert eingesetzt wird, zwar ein echter Partner für eine zukunftsfähige Arbeitswelt sein kann, aber Führung niemals ersetzen wird.
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