Gesetzliche Krankenversicherung

Unser Dachverband ULA - Deutscher Führungskräfteverband fordert eine sachliche Debatte über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bildquelle: Michael Schwarzenberger / pixabay.com

Eine sachliche Debatte über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung fordert unser Dachverband ULA - Deutscher Führungskräfteverband. Hintergrund ist die Forderung aus den Reihen der Union, die Beitragsbemessungsgrenze wie auch die Versicherungspflichtgrenze der GKV auf das Niveau der BBG der Gesetzlichen Rentenversicherung anzuheben. Der DGB will darüber hinaus die Versicherungspflichtgrenze der GKV auf 130.000 Euro anheben.

Was das konkret hieße, hat die FAZ ausgerechnet: Der Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung würde sich für beide zusammen um bis zu 428 Euro im Monat erhöhen, 5136 Euro im Jahr. Die Beschäftigten verlören also mehr als 2500 Euro netto. Nach dem Plan des DGB wären es wohl noch mehr, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21.09.2022.

ULA-Präsident Roland Angst mahnt in der FAZ: Es werde sich bitter rächen, wenn Leistungsträger mit derart „drakonischen Maßnahmen“ aus dem Land oder in die innere Kündigung getrieben würden. Eine…

Weiterlesen

Stefanie Kreusel, 1. Vorsitzende von syntra und Konzernbeauftragte für Digitale Bildung und Schule bei der Deutschen Telekom, und Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, plädieren in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt dafür, dass die jahrzehntelangen Versäumnisse bei der Digitalisierung der Bildung jetzt aufgeholt werden müssen. Bildquelle: Steven Weirather / pixabay.com

"Digitale Bildung braucht kurze Wege und einen langen Atem" - so titelt das Handelsblatt am 29. Mai 2022 in einem gemeinsamen Gastkommentar von Stefanie Kreusel, 1. Vorsitzende von syntra und Konzernbeauftragte für Digitale Bildung und Schule bei der Deutschen Telekom, und Heinz-Peter Meininger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Bei der Digitalisierung der Schulen habe es jahrzehntelange Versäumnisse gegeben. Die beiden Autoren fordern, dies nun endlich zu ändern. Dies sei allerdings keine temporäre Herausforderung, sondern eine Daueraufgabe. Die technische Ausstattung der Schulen sei nur der Auftakt, in der Folge müssten technische, logistische, vor allem aber didaktisch-methodische Standards für Schulen etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Stefanie Kreusel und Heinz-Peter Meininger ziehen hier die Parallele zwischen Unternehmen und Schulen: Beide haben ein Management, eine Belegschaft und ein Tagesgeschäft. Schulen könnten allerdings von einer eigenen…

Weiterlesen
Eröffnungsredner beim ULA-Sprecherausschusstag 2022

Welche Fortschrittsbeschleuniger braucht Deutschland? Eröffnungsreden des Sprecherausschusstages (v.l.n.r.): Zhengrong Liu (Mitglied des Vorstands, Beiersdorf AG), Dr. Julia Kropf (Moderation), Dr. Christoph Gürtler (2. Vorsitzender VAA-Führungskräfte Chemie), Dr. h. c. Thomas Sattelberger (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung), Roland Angst (ULA-Präsident und 2. Vorsitzender von syntra). Bildquelle: ULA / Hans-Christian Plambeck

Spannende Impulse, Vorträge und Diskussionen gab es beim 11. Sprecherausschusstag unseres Dachverbands ULA - Deutscher Führungskräfteverband in Berlin: Am 19. Mai 2022 setzte die ULA in der Landesvertretung NRW mit ihrer Tagung unter dem Motto „Nachhaltig führen – Perspektiven schaffen“ ein Zeichen des Aufbruchs. „Den leitenden Angestellten kommt eine Schlüsselfunktion zu, wenn die Transformation der Wirtschaft gelingen soll. Führung bedeutet gleichzeitig Kommunikation. Nur wenn wir nachhaltig führen, wird es gelingen, Perspektiven zu schaffen“, erklärte Roland Angst, ULA-Präsident und 2. Vorsitzender von syntra, in seiner Eröffnungsrede. Der Sprecherausschusstag bietet gewählten Vertretern der leitenden Angestellten und Führungskräften namhafter Unternehmen jährlich ein branchenübergreifendes Forum für den Austausch zu wichtigen Zukunftsfragen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Leadership. syntra war auch in diesem Jahr mit dabei.

Angesichts der aktuellen Krisen…

Weiterlesen
Ökonomische Bildung

Ökonomische Bildung steht immer höher im Kurs und sollte auch schon Schülern „von der Pieke auf“ vermittelt werden. Bildquelle: Merhan Saeed / pixabay.com

Keine Frage: Ökonomische Zusammenhänge sind essentiell und prägen viele Bereiche wie die Altersvorsorge, den Klimawandel oder die internationale Sicherheitspolitik. Grund genug, das Thema auch schon Schülern „von der Pieke auf“ zu vermitteln. Das Schlagwort Ökonomische Bildung setzt sich nun auch in der Politik durch. Die Hoffnung, dass das neue Dreiparteienbündnis längst überfällige Reformen für das Bildungssystem schafft, ist groß, hat nicht zuletzt Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger in der Wochenzeitung Die Zeit angekündigt, „die Chancen jedes Einzelnen wie auch die Chance, Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit zu finden, bei Digitalisierung, Klimaschutz oder Energiesicherheit [zu fördern]“. Ökonomische Bildung halte sie für eine extrem wichtige Grundlage, idealerweise als eigenes Fach. Hierzu sollen sich Bund, Länder, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei einem Bildungsgipfel über neue Formen der Zusammenarbeit und gemeinsame Bildungsziele verständigen.…

Weiterlesen
Wieviel politische Meinung am Arbeitsplatz ist legitim?

In der Mittagspause seine eigene politische Meinung zu äußern, ist absolut legitim. Aber wie weit darf ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz und in den sozialen Medien mit der freien Meinungsäußerung zu politischen Themen gehen? Bildquelle: Don McClain / pixabay.com

Derzeit beherrscht ein Thema nicht nur die tägliche Medienberichterstattung, sondern auch viele Gespräche im beruflichen und privaten Bereich: Der Krieg in der Ukraine. Wie weit darf ein Arbeitnehmer aber insbesondere im Job mit der freien Meinungsäußerung gehen?

Konkret ging es hier um einen Barkeeper in einem gehobenen Restaurant, der sich in einem Instagram-Video über die Ukraine-Krise und pauschal über Russen geäußert hatte. Sein Arbeitgeber reagierte darauf mit sofortiger Kündigung. Dieser Vorfall gelangte bis ins ukrainische Außenministerium. Hier stellt sich für viele die Frage: Wie offen darf man eigentlich im beruflichen Umfeld die eigene politische Meinung oder gar Gesinnung äußern?

Auch am Arbeitsplatz gilt die Meinungsfreiheit gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes. Wenn ein Arbeitnehmer also in der Mittagspause beispielsweise unterstreicht, dass er mit dem Ukrainekrieg nicht einverstanden ist, steht dies im Einklang mit seinen Grundrechten. Politische Aktivitäten während der…

Weiterlesen