Die Schweizerische Kader Organisation, Interessenvertretung der Führungskräfte in der Schweiz, hat eine große Initiative zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Wirtschaft mit unserem europäischen Dachverband CEC - European Managers gestartet. Bildquelle: anncapictures / pixabay.com

Obwohl Führungskräfte dem Thema Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung beimessen, spiegelt sich dies kaum in ihrer täglichen Arbeit wider. Dies ergab die Studie Leadership in Europe, die unser Dachverband der Führungskräfte in Europa, CEC – European Managers, in Auftrag gegeben hat. Demnach haben derzeit lediglich 17 Prozent der Manager in Europa eine vertiefte Ausbildung in nachhaltiger Entwicklung erhalten. Die CEC hat im vergangenen Jahr ihr neues Projekt gestartet, um nachhaltige Führung in Managementpraktiken im privaten und öffentlichen Sektor stärker zu verankern. Die Schweizerische Kader Organisation (SKO), welche die Führungskräfte der Schweiz in der CEC vertritt, hat daraufhin eine große Initiative zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Wirtschaft in Zusammenarbeit mit unserem europäischen Dachverband gestartet. In einem ersten Schritt wurde eine Charta geschaffen, die Führungskräfte unterzeichnen können, die nachhaltige Führung praktizieren und nachhaltig fördern möchten. Die…

Weiterlesen

Der syntra-Partnerverband VAA rückt das Thema New Work in den Fokus und baut eine entsprechende Plattform aus, auf der sich Mitglieder, Unternehmen und Öffentlichkeit austauschen können. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

New Work und damit neue Arbeitskonzepte werden – nicht zuletzt angetrieben durch die Corona-Pandemie - immer wichtiger. Hier sollte groß gedacht und die jeweilige Unternehmenskultur mit einbezogen werden. Doch viele Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich darauf, die Arbeit zu flexibilisieren. Der VAA setzt hier an und baut eine Plattform für New Work auf. Grundlage von New Work sind zum einen das Ziel, ein menschenfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem aus einer inneren Motivation heraus gearbeitet und starke Leistungen vollbracht werden, gekoppelt mit der Übernahme unternehmerischer Verantwortung gegenüber Beschäftigten und Umwelt. Daraus sollen sich Selbstständigkeit, Handlungsfreiheit, Teilhabe, Demokratisierung und Transparenz ergeben. Bezogen auf die derzeitige Situation heißt dies, dass mehr in virtuellen Teams unter vermehrter Einbeziehung digitaler Techniken gearbeitet wird. Die Arbeitszeiten sind flexibler geworden, das Thema Agilität ist immer noch in aller Munde und der Grad der Selbstbestimmung des Einzelnen ist höher als zuvor. Demgegenüber steht allerdings, dass auch nach über einem Jahr der Pandemie kaum Verbesserungen bei der Ausrichtung der Führung und der Unternehmenskultur erzielt worden sind. Wobei man hier unterscheiden muss zwischen den Firmen einerseits, die bereits zuvor eine Transformation der Unternehmenskultur angestoßen und die Voraussetzung für modernes Arbeiten geschaffen hatten, indem sie entsprechende Führungsqualitäten und -kompetenzen gefördert haben. Andererseits den Firmen, die sich eben nicht flexibler ausgerichtet und damit zur Erhöhung der Belastung der eigenen Mitarbeiter beigetragen haben. VAA-Vorstandsmitglied Dr. Christoph Gürtler erklärt: „Die Kombination aus entgrenzter und stark intensivierter Arbeit belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark und bringt sie an ihre Grenzen.“ Insbesondere eine vertrauensbasierte Kultur sei im Rahmen von New Work sehr bedeutsam. Die Plattform des VAA soll nun Antworten auf die Frage geben, wie die zukünftige Arbeitswelt und eine dementsprechende Führung aussehen werden, damit das Empowerment der Beschäftigten zunehme. Auf der Plattform können sich Mitglieder, Unternehmen und Öffentlichkeit austauschen, um jeweils wechselseitig davon zu profitieren.…

Weiterlesen
Portraitfoto der 1. Vorsitzende Stefanie Kreusel

Ein nur bedingt funktionierender Distanzunterricht ist nicht das eigentliche Problem des Bildungssystems, analysiert Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schule der Deutschen Telekom und erste Vorsitzende von syntra, in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt. Hier zeigt sie auf, worum es wirklich geht.

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar geworden, dass wir in Deutschland von einer Kultur der digitalen Bildung noch weit entfernt sind - weiter jedenfalls als zahlreiche andere Länder. Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schule der Deutschen Telekom und erste Vorsitzende von syntra, sieht das Problem nur zum Teil in der verbesserungswürdigen Digitalausstattung und einer noch ausbaufähigen digitalen Infrastruktur. Einen viel größeren Teil mache die Tatsache aus, dass "wir die Digitalisierung des Bildungswesens noch immer als "Extraaufgabe" begreifen - und nicht als essenzielle Komponente einer längst überfälligen Reform der Bildungsvermittlung", wie sie in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt vom 09. März 2021 schreibt. Schule habe nicht nur in Zeiten des Corona-bedingten Distanzunterrichts die Aufgabe, Kinder und Jugendliche offener für zukunftsgerichtete Berufsperspektiven zu machen und sie enger an die Lebenswirklichkeit in der Arbeitswelt zu koppeln. Schule digitaler zu machen, sei also nicht nur eine technische Aufgabe, sondern vor allem eine pädagogische und psychologische. Den vollständigen Artikel im Handelsblatt lesen Sie …

Weiterlesen

Angela Hornberg ist seit 2002 als Senior Executive Search erfolgreich tätig. Ihr Interesse für Menschen und für das wirtschaftliche Geschehen hat sie dazu geführt, ihre Expertise zuerst im Finanzbereich und dann bei international tätigen Unternehmen einzubringen. Sie hat Volkswirtschaft in Brasilien, den USA und in Deutschland studiert und war zunächst über 10 Jahre Investment Banker. Als Executive Coach ist sie oft damit konfrontiert, wie problematisch Führung wahrgenommen wird. Bildquelle: Angela Hornberg

Zugegeben: Manchmal ist auch Pech im Spiel. Doch die Mehrzahl falscher Managemententscheidungen falle nicht aus Unwissenheit oder fehlender Intelligenz, beschreibt die erfolgreiche Managerin und Investorin Ana-Cristina Grohnert ihre Erfahrung. "Sondern aus sehr persönlichen Motiven. Es geht um Macht, und es geht um Selbstbestätigung“, schreibt sie in ihrem Buch “Das verborgene Kapital”.

In viel zu vielen Unternehmen wird eben dieses Kapital - das Engagement, das Wissen, die Fähigkeiten der Angestellten - nicht gehoben, zum langfristigen Nachteil der Firma. Die entscheidende Ursache liegt dabei praktisch immer im Unternehmen selbst: im Verhalten der Führungskräfte. “Führungskräfte müssen sich um zwei Dinge im Unternehmen kümmern - die Ergebnisse und die Menschen. Das Verzwickte ist, beides gleichzeitig richtig hinzubekommen”, bringt der US-amerikanische Managementexperte Kip Knight seine eigenen Erfahrungen in zahlreichen großen und kleinen Konzernen rund um den Globus auf den Punkt.

Weiterlesen

Der 5. digitale ULA-Führungskräfte-Dialog widmete sich am 27. Januar der Frage, wie Führungskräfte mit Verschwörungstheorien am Arbeitsplatz umgehen sollten. Bildquelle: Lorna Schütte / Graphic Recording

Der digitale ULA-Führungskräfte-Dialog am 27. Januar widmete sich der Frage, wie Führungskräfte mit Verschwörungstheorien am Arbeitsplatz umgehen sollten. Die Anzahl der Corona-Leugner steigt scheinbar stetig – auch in den Betrieben. Was ist zu tun, wenn Kollegen und Mitarbeiter etwa die angeblich finsteren Pläne von Bill Gates verbreiten, der der Menschheit Computerchips implantieren wolle, oder die an einen Zusammenhang zwischen 5G-Netzen und dem Coronavirus glauben?

Die Leiterin der Sekten-Info NRW e.V., Sabine Riede, gab hier den rund fünfzig teilnehmenden Führungskräften eine erste Orientierung, wie auf diese Herausforderung für Unternehmen angemessen zu reagieren ist. Unsichere und ängstliche Menschen glaubten tendenziell eher an Verschwörungstheorien. Daher sei es wichtig, diese ernst zu nehmen und Unterstützung anzubieten. „Führungskräften kommt hier eine besondere Bedeutung zu“, so Riede. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung, den Betriebsfrieden zu schützen.

Der Bedarf an…

Weiterlesen