Das Projekt „Führung und Organisation im Wandel (FOWa)“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht die Zusammenhänge zwischen Führungsverhalten und psychischer Gesundheit. Bildquelle: S.Hofschlaeger / pixelio.de

Welche Art von Führung ist besonders gut für die psychische Gesundheit von Beschäftigten? Inwiefern beeinflussen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gesundheit ihrer Führungskraft? Und welche Rolle spielt ein gutes Teamklima? Diese und andere Fragen werden derzeit im Projekt „Führung und Organisation im Wandel (FOWa)“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht, einer Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Bis Mitte März 2022 werden Organisationen gesucht, die an einer Teilnahme an dieser Studie interessiert sind. Interessierte mögen sich bitte direkt bei Dr. Astrid Emmerich bei der BAuA melden.

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Agilität ist keine Frage des Alters. Dieses Thema wurde unter anderem auf dem Workshop des ULA-Sprecherausschusstages besprochen. Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Beim ULA-Sprecherausschusstag, der einmal jährlich in Berlin stattfindet, stehen traditionell nicht nur Impulse, Fachvorträge und Paneldiskussionen zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Arbeitsrecht auf dem Programm, sondern auch Workshops. Eines dieser praxisnahen Angebote befasste sich mit der Frage, ob ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu alt für Agilität seien. Auf Grundlage eines wissenschaftlichen Papers von Ivana Drazic und Prof. Carsten Schermuly vom Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie an der SRH Hochschule Berlin diskutierten die Teilnehmenden das Thema „Too Old for Agility?“ Drazic und Schermuly konnten mit ihrer Arbeit belegen, dass die Bereitschaft zu Scrum – einer agilen Projektarbeitsmethode – mit dem Alter nicht abnimmt. Entscheidend für eine grundlegende Veränderungsbereitschaft seien dagegen das Altersklima – also wie positiv oder negativ ältere Mitarbeitende im Unternehmen gesehen werden – und das subjektive, gefühlte Alter. Die Teilnehmenden ergänzten die Ergebnisse der Studie um eigene Erfahrungen. Fazit: Agilität muss zum jeweiligen Projekt und zur Arbeitsweise der Mitarbeitenden passen, sei also keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Haltung, so Drazic.…

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Die Schweizerische Kader Organisation, Interessenvertretung der Führungskräfte in der Schweiz, hat eine große Initiative zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Wirtschaft mit unserem europäischen Dachverband CEC - European Managers gestartet. Bildquelle: anncapictures / pixabay.com

Obwohl Führungskräfte dem Thema Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung beimessen, spiegelt sich dies kaum in ihrer täglichen Arbeit wider. Dies ergab die Studie Leadership in Europe, die unser Dachverband der Führungskräfte in Europa, CEC – European Managers, in Auftrag gegeben hat. Demnach haben derzeit lediglich 17 Prozent der Manager in Europa eine vertiefte Ausbildung in nachhaltiger Entwicklung erhalten. Die CEC hat im vergangenen Jahr ihr neues Projekt gestartet, um nachhaltige Führung in Managementpraktiken im privaten und öffentlichen Sektor stärker zu verankern. Die Schweizerische Kader Organisation (SKO), welche die Führungskräfte der Schweiz in der CEC vertritt, hat daraufhin eine große Initiative zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Wirtschaft in Zusammenarbeit mit unserem europäischen Dachverband gestartet. In einem ersten Schritt wurde eine Charta geschaffen, die Führungskräfte unterzeichnen können, die nachhaltige Führung praktizieren und nachhaltig fördern möchten. Die…

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Der syntra-Partnerverband VAA rückt das Thema New Work in den Fokus und baut eine entsprechende Plattform aus, auf der sich Mitglieder, Unternehmen und Öffentlichkeit austauschen können. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

New Work und damit neue Arbeitskonzepte werden – nicht zuletzt angetrieben durch die Corona-Pandemie - immer wichtiger. Hier sollte groß gedacht und die jeweilige Unternehmenskultur mit einbezogen werden. Doch viele Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich darauf, die Arbeit zu flexibilisieren. Der VAA setzt hier an und baut eine Plattform für New Work auf. Grundlage von New Work sind zum einen das Ziel, ein menschenfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem aus einer inneren Motivation heraus gearbeitet und starke Leistungen vollbracht werden, gekoppelt mit der Übernahme unternehmerischer Verantwortung gegenüber Beschäftigten und Umwelt. Daraus sollen sich Selbstständigkeit, Handlungsfreiheit, Teilhabe, Demokratisierung und Transparenz ergeben. Bezogen auf die derzeitige Situation heißt dies, dass mehr in virtuellen Teams unter vermehrter Einbeziehung digitaler Techniken gearbeitet wird. Die Arbeitszeiten sind flexibler geworden, das Thema Agilität ist immer noch in aller Munde und der Grad der Selbstbestimmung des Einzelnen ist höher als zuvor. Demgegenüber steht allerdings, dass auch nach über einem Jahr der Pandemie kaum Verbesserungen bei der Ausrichtung der Führung und der Unternehmenskultur erzielt worden sind. Wobei man hier unterscheiden muss zwischen den Firmen einerseits, die bereits zuvor eine Transformation der Unternehmenskultur angestoßen und die Voraussetzung für modernes Arbeiten geschaffen hatten, indem sie entsprechende Führungsqualitäten und -kompetenzen gefördert haben. Andererseits den Firmen, die sich eben nicht flexibler ausgerichtet und damit zur Erhöhung der Belastung der eigenen Mitarbeiter beigetragen haben. VAA-Vorstandsmitglied Dr. Christoph Gürtler erklärt: „Die Kombination aus entgrenzter und stark intensivierter Arbeit belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark und bringt sie an ihre Grenzen.“ Insbesondere eine vertrauensbasierte Kultur sei im Rahmen von New Work sehr bedeutsam. Die Plattform des VAA soll nun Antworten auf die Frage geben, wie die zukünftige Arbeitswelt und eine dementsprechende Führung aussehen werden, damit das Empowerment der Beschäftigten zunehme. Auf der Plattform können sich Mitglieder, Unternehmen und Öffentlichkeit austauschen, um jeweils wechselseitig davon zu profitieren.…

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Portraitfoto der 1. Vorsitzende Stefanie Kreusel

Ein nur bedingt funktionierender Distanzunterricht ist nicht das eigentliche Problem des Bildungssystems, analysiert Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schule der Deutschen Telekom und erste Vorsitzende von syntra, in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt. Hier zeigt sie auf, worum es wirklich geht.

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar geworden, dass wir in Deutschland von einer Kultur der digitalen Bildung noch weit entfernt sind - weiter jedenfalls als zahlreiche andere Länder. Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schule der Deutschen Telekom und erste Vorsitzende von syntra, sieht das Problem nur zum Teil in der verbesserungswürdigen Digitalausstattung und einer noch ausbaufähigen digitalen Infrastruktur. Einen viel größeren Teil mache die Tatsache aus, dass "wir die Digitalisierung des Bildungswesens noch immer als "Extraaufgabe" begreifen - und nicht als essenzielle Komponente einer längst überfälligen Reform der Bildungsvermittlung", wie sie in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt vom 09. März 2021 schreibt. Schule habe nicht nur in Zeiten des Corona-bedingten Distanzunterrichts die Aufgabe, Kinder und Jugendliche offener für zukunftsgerichtete Berufsperspektiven zu machen und sie enger an die Lebenswirklichkeit in der Arbeitswelt zu koppeln. Schule digitaler zu machen, sei also nicht nur eine technische Aufgabe, sondern vor allem eine pädagogische und psychologische. Den vollständigen Artikel im Handelsblatt lesen Sie …

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