Agilität ist keine Frage des Alters, sondern der Haltung

Agilität ist keine Frage des Alters. Dieses Thema wurde unter anderem auf dem Workshop des ULA-Sprecherausschusstages besprochen. Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Beim ULA-Sprecherausschusstag, der einmal jährlich in Berlin stattfindet, stehen traditionell nicht nur Impulse, Fachvorträge und Paneldiskussionen zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Arbeitsrecht auf dem Programm, sondern auch Workshops. Eines dieser praxisnahen Angebote befasste sich mit der Frage, ob ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu alt für Agilität seien. Auf Grundlage eines wissenschaftlichen Papers von Ivana Drazic und Prof. Carsten Schermuly vom Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie an der SRH Hochschule Berlin diskutierten die Teilnehmenden das Thema „Too Old for Agility?“ Drazic und Schermuly konnten mit ihrer Arbeit belegen, dass die Bereitschaft zu Scrum – einer agilen Projektarbeitsmethode – mit dem Alter nicht abnimmt. Entscheidend für eine grundlegende Veränderungsbereitschaft seien dagegen das Altersklima – also wie positiv oder negativ ältere Mitarbeitende im Unternehmen gesehen werden – und das subjektive, gefühlte Alter. Die Teilnehmenden ergänzten die Ergebnisse der Studie um eigene Erfahrungen. Fazit: Agilität muss zum jeweiligen Projekt und zur Arbeitsweise der Mitarbeitenden passen, sei also keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Haltung, so Drazic.

Mehr zu den Ergebnissen der Workshops, die beim ULA-Sprecherausschusstag am 24. und 25.11.2022 stattgefunden haben, finden sie hier.